ERHOLUNG IN DEN BERGEN
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Bergell

Einer der grössten Vorteile des Bergells für Feriengäste ist die Möglichkeit, eine grosse Vielfalt von Wanderungen, Bergtouren und Klettereien in jedem Schwierigkeitsgrad unternehmen zu können.

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Bergell

Das Bergell ist eines der vier italienischsprachigen Täler Graubündens. Es verbindet den Süden mit dem Norden, das Engadin mit dem Comersee. Das Tal ist 26 km lang.

Castasegna, die erste Ortschaft nach der Schweizergrenze befindet sich auf einer Höhe von 696 m. Maloja, liegt auf 1815 m ü.M. , es gibt also einen Höhenunterschied von 1100 m auf einer Strecke von nur 26 Km.
Durch diese Besonderheit weist das Bergell sehr grosse klimatische und botanische Unterschiede auf einer relativ kurzen Strecke auf. Im höheren Teil des Tales haben wir eine typisch alpine Vegetation, mit Arven, Lärchen und Alpenrosen.

Im unteren Tal herrscht südliche Vegetation mit Obstbäumen und Kastanien vor. In Castasegna reifen sogar Trauben. Das Bergell ist ein enges Tal, mit hohen weltbekannten Granitgipfeln, welches bei Bergsteigern sehr beliebt ist. Das Tal hat viel Sonne. Im Winter hingegen liegt ein grosser Teil vom Talgrund für zwei, drei Monate ganz im Schatten.

Einer der grössten Vorteile des Bergells für Feriengäste ist die Möglichkeit, eine grosse Vielfalt von Wanderungen, Bergtouren und Klettereien in jedem Schwierigkeitsgrad unternehmen zu können. Auch für Kinder und ältere Leute ist das Bergell, dank dieser Vielfältigkeit sehr geeignet.

Ein weiterer Vorteil des Bergells ist, dass es touristisch nicht überbeansprucht ist wie das Oberengadin. Das Bergell war schon seit eh und je eine Transitroute zwischen der Lombardei und dem Rest von Europa. Diese Tatsache hat die Geschichte und das Schicksal des Tales durch die Jahrhunderte geprägt. Unsere Pässe, Maloja und Septimer waren schon seit der Römerzeit bekannt. Man kann heute noch die Römerspuren bewundern.

Im 14. Jahrhundert mussten viele Bergeller wegen mangelnder Arbeit auswandern. Viele gingen nach Venedig und spezialisierten sich auf das Zuckerbacken. So lange, bis die venezianischen Kollegen sie als übermächtige Konkurrenz empfanden und 1766 hinauswarfen. Auf der Suche nach neuen Arbeitsplätzen schwärmten sie in alle Himmelsrichtungen aus. Bald gab es in Portugal und Russland, Sizilien und Nordskandinavien, Polen und Ungarn neue Kaffeehäuser und Konditoreien, geführt von Bergeller Familien. Mit dem Reichtum aus der Fremde bauten sich viele Heimkehrer später zu Hause grosse stattliche Häuser.

Im 16. und 17. Jahrhundert blühte der Handel im Tal. Im 16. Jahrhundert wurden Chiavenna, das Veltlin und Bormio Untertanenland der Drei Bünde. Die Bergeller des Gotteshausbundes wurden damit zu Herren über das Veltlin. Dank dieser beiden Tatsachen wurden die Bergeller sehr reich; von diesem Reichtum zeugen die prächtigen grossen Häuser und die Palazzi.

Im 16. Jahrhundert kam die Reformation ins Tal, mit den Reformatoren Vergerio und Maturo. Die Reformatoren brachten nicht nur die Reformation ins Tal, sondern auch die italienische Sprache. Bis dahin sprach man im Bergell Deutsch. Die Reformatoren eröffneten die ersten Schulen in Italienisch. Italienisch ist bis heute die offizielle Sprache des Tales geblieben. Unter uns sprechen wir einen Dialekt, das Bargaiot. Es ist eine Mischung von Italienisch und Rätoromanisch mit einer harten deutschen Aussprache, eine Sprache, die jenseits der Talgrenze kaum jemand versteht.

Am 1. Januar 2010 haben die 5 bergeller Gemeinden zur neue Gemeinde Bregaglia fusioniert. Die Einwohnerzahl liegt momentan bei ca. 1500. Viele davon arbeiten im Engadin, andere beim Elektrizitätswerk der Stadt Zürich, andere sind im Tourismus tätig oder im Gewerbe. Andere wiederum sind kantonale Angestellte und wenige arbeiten in der Landwirtschaft.

Das Bergell ist nicht nur für seine Landschaft bekannt, sondern auch für die weltbekannten Künstler und Maler. Man denke an Giovanni Segantini, der hier gelebt und gemalt hat, an die Giacomettis, Alberto, Giovanni, Augusto, Diego, an Varlin, der eine Bergellerin geheiratet und lange in Bondo gelebt hat.

In Stampa steht die "Ciäsa Granda", das "Grosse Haus". Das über 400 Jahre alte Gebäude beherbergt das Talmuseum. Neben einem Auszug aus Fauna, Flora und Geologie des Tales, gibt es den Giacometti - Varlin Saal, bestückt mit etlichen Originalen der vier Giacomettis und Varlins.

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